In einem Blog, der alte Paper über Ökologie und Evolution durch Interviews mit ihren Autoren diskutiert, hat Hari Sridhar kürzlich eine Studie von Bart Kempenaers et al. von 1992 über Fremdgehen von Blaumeisen aufgegriffen. Sridhar hat unseren Direktor über seine Motivation für seine Arbeit gefragt, über das Zustandekommen der damaligen Kooperation und gefragt, was wir seither über Fremdgehen gelernt haben.

Interview mit Bart Kempenaers über eine vor über 25 Jahren publizierte Studie in der Zeitschrift "Nature"

In einem Blog, der alte Paper über Ökologie und Evolution durch Interviews mit ihren Autoren diskutiert, hat Hari Sridhar kürzlich eine Studie von Bart Kempenaers et al. von 1992 über Fremdgehen von Blaumeisen aufgegriffen. Sridhar hat unseren Direktor über seine Motivation für seine Arbeit gefragt, über das Zustandekommen der damaligen Kooperation und gefragt, was wir seither über Fremdgehen gelernt haben.
Wissenschaftler des deutsch-russischen Tierbeobachtungssystems Icarus haben in Namibia 30 Individuen zwölf verschiedener Arten mit elektronischen Ohrmarken ausgestattet, darunter Elefanten, verschiedene Antilopen- und Gnu-Arten, sowie Giraffen, Zebras und Geparde. Nachdem Mitte August 2018 russische Kosmonauten die Icarus-Antenne an der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht und mit dem Bordcomputer verbunden haben, soll nun die Testphase für das erdumspannende Beobachtungssystem beginnen.

Schutz der Säugetiere Afrikas durch Beobachtung aus dem All

Wissenschaftler des deutsch-russischen Tierbeobachtungssystems Icarus haben in Namibia 30 Individuen zwölf verschiedener Arten mit elektronischen Ohrmarken ausgestattet, darunter Elefanten, verschiedene Antilopen- und Gnu-Arten, sowie Giraffen, Zebras und Geparde. Nachdem Mitte August 2018 russische Kosmonauten die Icarus-Antenne an der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht und mit dem Bordcomputer verbunden haben, soll nun die Testphase für das erdumspannende Beobachtungssystem beginnen.
Niels Rattenborg, Leiter unserer Forschungsgruppe Vogelschlaf, wurde von der Fachzeitschrift Current Biology interviewt. Er erklärt wie er dazu kam, den Schlaf von freilebenden Vögeln zu erforschen und warum er denkt, dass seine Wissenschaft uns helfen kann, den Schlaf von anderen Tieren besser zu verstehen.

Interview mit Niels Rattenborg in Current Biology (auf Englisch)

Niels Rattenborg, Leiter unserer Forschungsgruppe Vogelschlaf, wurde von der Fachzeitschrift Current Biology interviewt. Er erklärt wie er dazu kam, den Schlaf von freilebenden Vögeln zu erforschen und warum er denkt, dass seine Wissenschaft uns helfen kann, den Schlaf von anderen Tieren besser zu verstehen.
Iain Couzin, Direktor der Abteilung Kollektivverhalten und Professor an der Uni Konstanz, wurde in die jährliche Liste der hoch zitierten Forscher 2018 aufgenommen. Die Liste von Clarivate Analytics (vormals Thompson Reuters) zeichnet Forscher aus, deren Zitationsleistung bei Publikationen zu den anerkanntesten und einflussreichsten gehören, die von Kollegen auf der ganzen Welt festgelegt werden. Wir gratulieren!

Iain Couzin gehört zu den Top-Wissenschaftlern 2018

Iain Couzin, Direktor der Abteilung Kollektivverhalten und Professor an der Uni Konstanz, wurde in die jährliche Liste der hoch zitierten Forscher 2018 aufgenommen. Die Liste von Clarivate Analytics (vormals Thompson Reuters) zeichnet Forscher aus, deren Zitationsleistung bei Publikationen zu den anerkanntesten und einflussreichsten gehören, die von Kollegen auf der ganzen Welt festgelegt werden. Wir gratulieren!
Eine internationales Team von Wissenschaftlern mit Beteiligung von Forschern aus Seewiesen setzte Miniatursender ein, um die Nahrungssuchstrategien von fünf Fledermausarten zu erforschen. Sie analysierten hoch aufgelöste GPS-Positionen der Fledermäuse zusammen mit ihren jeweiligen Echoortungsrufen. So fanden sie heraus, dass gemeinsames Jagen von der Verfügbarkeit der Nahrungsquelle abhängig ist: Wenn die Tiere nach Futter suchten, das nur sehr lokal oder für einen geringen Zeitraum zur Verfügung stand, zahlte es sich aus, anstatt alleine in einer Gruppen zu jagen und so die Chance zu erhöhen, das Futter zu finden.

Ist Nahrung nur kurzfristig oder lokal verfügbar, gehen Fledermäuse gemeinsam auf die Jagd

Eine internationales Team von Wissenschaftlern mit Beteiligung von Forschern aus Seewiesen setzte Miniatursender ein, um die Nahrungssuchstrategien von fünf Fledermausarten zu erforschen. Sie analysierten hoch aufgelöste GPS-Positionen der Fledermäuse zusammen mit ihren jeweiligen Echoortungsrufen. So fanden sie heraus, dass gemeinsames Jagen von der Verfügbarkeit der Nahrungsquelle abhängig ist: Wenn die Tiere nach Futter suchten, das nur sehr lokal oder für einen geringen Zeitraum zur Verfügung stand, zahlte es sich aus, anstatt alleine in einer Gruppen zu jagen und so die Chance zu erhöhen, das Futter zu finden.
Tropische Vögel leben im Allgemeinen in einer Umwelt mit weniger ausgeprägter Saisonalität verglichen mit Arten der gemäßigten Breiten. Trotzdem ist bei männlichen Purpurtangaren im Amazonas der morgendliche Gesang ausgesprochen saisonal ausgeprägt, parallel zu einer minimalen Verlängerung der Tageszeit. Wissenschaftler aus der Abteilung Verhaltensneurobiologie in Seewiesen und eine Kollegin der Uni Konstanz haben sich nun ein Jahr lang die Nahrungsquellen der Vögel angeschaut und gefunden, dass stabile Isotope wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sulfur in den Federn der Tiere keine großen Änderungen über das Jahr anzeigen. Auch das Stresshormon Kortikosteron schwankt bei den Tieren kaum im Jahresverlauf, vermutlich durch das Fehlen eines drastischen saisonal bedingten Futtermangels. Die Testosteronproduktion hingegen war während der Trockenzeit erhöht, was darauf hindeutet, dass männliche Purpurtangaren einen saisonalen Fortpflanzungszyklus durchlaufen.

Saisonalität am Äquator

Tropische Vögel leben im Allgemeinen in einer Umwelt mit weniger ausgeprägter Saisonalität verglichen mit Arten der gemäßigten Breiten. Trotzdem ist bei männlichen Purpurtangaren im Amazonas der morgendliche Gesang ausgesprochen saisonal ausgeprägt, parallel zu einer minimalen Verlängerung der Tageszeit. Wissenschaftler aus der Abteilung Verhaltensneurobiologie in Seewiesen und eine Kollegin der Uni Konstanz haben sich nun ein Jahr lang die Nahrungsquellen der Vögel angeschaut und gefunden, dass stabile Isotope wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sulfur in den Federn der Tiere keine großen Änderungen über das Jahr anzeigen. Auch das Stresshormon Kortikosteron schwankt bei den Tieren kaum im Jahresverlauf, vermutlich durch das Fehlen eines drastischen saisonal bedingten Futtermangels. Die Testosteronproduktion hingegen war während der Trockenzeit erhöht, was darauf hindeutet, dass männliche Purpurtangaren einen saisonalen Fortpflanzungszyklus durchlaufen.
Vom 11.-13. Oktober 2018 trafen sich aktive und ehemalige Doktorandinnen und Doktoranden unserer IMPRS für Organismische Biologie in Berlin. Karriereplanung und -optionen waren dort genauso Thema wie die Unterstützung der MPG für Nachwuchswissenschaftler und Alumni.

IMPRS-Symposium der aktuellen und ehemaligen Studenten

Vom 11.-13. Oktober 2018 trafen sich aktive und ehemalige Doktorandinnen und Doktoranden unserer IMPRS für Organismische Biologie in Berlin. Karriereplanung und -optionen waren dort genauso Thema wie die Unterstützung der MPG für Nachwuchswissenschaftler und Alumni.


Pressemitteilungen

Kein Ei gleicht dem anderen

4. Januar 2019

Brütende Blaumeisen-Weibchen stimmen die Zusammensetzung ihrer Eier auf die Bedürfnisse der aus ihnen schlüpfenden Küken ab. So entwickelt sich jeder Embryo in seiner ganz individuell zusammengesetzten Umgebung im Ei. Die neue Forschung vom ...

Krähen stellen Werkzeuge aus mehreren Komponenten her

24. Oktober 2018

Ein internationales Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Universität Oxford haben herausgefunden, dass Geradschnabelkrähen mehrere, für sich alleine zu kurze Elemente kombinieren, um an einen ...

Vor Zuschauern sind Singvögel leidenschaftlicher

3. Oktober 2018

Blaukopf-Schmetterlingsfinken intensivieren ihre Balzvorführungen, wenn Publikum anwesend ist. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Hokkaido University in Japan haben herausgefunden, dass beide Geschlechter ...

Papageien denken ökonomisch

22. August 2018

Manchmal lohnt es sich zu warten – zum Beispiel, bei einer Wahl zwischen einer sofortigen kleinen und einer großen Belohnung später. Papageien haben dies offenbar verstanden: Nach dem Motto „Lieber die Taube auf dem Dach, als den Spatz in der Hand“ ...

Außenbordeinsatz für Icarus

15. August 2018

Am 15. August 2018 haben die beiden russischen Kosmonauten Sergei Walerjewitsch Prokopjew und Oleg Germanowitsch Artemjew die Icarus-Antenne auf der Internationalen Raumstation ISS entfaltet. Dies war der Höhepunkt ihres Außenbordeinsatzes, bei dem ...

Brutverlust bei Blaumeisen

12. Juni 2018

Der Tod aller Küken in einem Nest hängt bei Blaumeisen fast immer mit dem plötzlichen und unwiderruflichen Verschwinden eines Elternteils zusammen. Peter Santema und Bart Kempenaers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zeigen, dass ...

Institutsseminarreihe in Seewiesen

Giorgio F. Gilestro, Imperial College London: A tale of sleepless flies. How Drosophila changes what we know about sleep

07.02.2019 13:00 - 14:00
Seewiesen, Raum: Seminar Room House 4, Tea & Coffee 12:30h

Kate Buchanan, Deakin University: Effects of early life on vocal communication

14.02.2019 13:00 - 14:00
Seewiesen, Raum: Seminar Room House 4, Tea & Coffee 12:30h

Peter Teglberg Madsen, Aarhus University: Functional convergence in bat and toothed whale echolocation

21.02.2019 13:00 - 14:00
Seewiesen, Raum: Seminar Room House 4, Tea & Coffee 12:30h

Timothy J. Greives, North Dakota State University: Mechanisms and importance of timing in a constantly changing world

14.03.2019 13:00 - 14:00
Seewiesen, Raum: Seminar Room House 4, Tea & Coffee 12:30h

Jesse Barber, Boise State University: The importance of sensory ecology in shaping behavior and evolution

21.03.2019 13:00 - 14:00
Seewiesen, Raum: Seminar Room House 4, Tea & Coffee 12:30h

Multimedia


Icarus – on the move with animals

Icarus – on the move with animals

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The animals of our planet are constantly in motion – some may fly, swim, or migrate thousands of kilometers; others move just a few hundred metres. They all have one thing in common, however: little is known about their journeys. Icarus should change this in the next years. By increasing our knowledge about animal migration, we can learn more about the state of our planet.

Evolution - lohnende Seitensprünge

Evolution - lohnende Seitensprünge

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Die Auswahl des richtigen Partners ist auch bei Blaumeisen von entscheidender Bedeutung. Wer bis zu zehn hungrige Küken satt bekommen muss, braucht gutes Teamwork. Aber muss man deshalb auch in treuer Partnerschaft leben? Und ist das wirklich die beste Strategie für den Fortpflanzungserfolg?

Youtuber "MrWissen2Go" zu Besuch in Seewiesen

Youtuber "MrWissen2Go" zu Besuch in Seewiesen

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Im Rahmen einer Deutschlandreise zum Max-Planck-Tag am 14.9. besuchte Mirko Drotschmann auch das MPI in Seewiesen, um mit Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort interessante Fragen zu diskutieren. Im Gespräch: Manfred Gahr darüber, warum Vögel singen - oder eben nicht.

Karriere und Chancengleichheit am MPIO


Karriere und Chancengleichheit

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