Die Max-Planck-Gesellschaft wird mit dem neuen BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern in München eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, Forschungsinhalte aus den im Life Science- und Umweltbereich forschenden Max-Planck-Instituten in die Ausstellungsplanung und Veranstaltungen von BIOTOPIA miteinfließen zu lassen. Dr. Moritz Hertel, der am Max-Planck-Institut für Ornithologie angesiedelt ist, ist seit Anfang 2019 MPG-BIOTOPIA-Koordinator.

Biotopia - Naturkundemuseum Bayern und Max-Planck-Gesellschaft unterzeichnen Memorandum of Understanding

Die Max-Planck-Gesellschaft wird mit dem neuen BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern in München eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, Forschungsinhalte aus den im Life Science- und Umweltbereich forschenden Max-Planck-Instituten in die Ausstellungsplanung und Veranstaltungen von BIOTOPIA miteinfließen zu lassen.

Dr. Moritz Hertel, der am Max-Planck-Institut für Ornithologie angesiedelt ist, ist seit Anfang 2019 MPG-BIOTOPIA-Koordinator.
Die Echoortung nutzt für das Erkennen räumlicher Strukturen ähnliche Informationen wie unser Sehsinn. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigen in einer neuen Studie, dass Echos Informationen enthalten, die es den Tieren ermöglichen, verschieden strukturierte Oberflächen voneinander zu unterscheiden. So sticht zum Beispiel eine zappelnde Beute selbst auf einer bewegten Wasseroberfläche für die Fledermäuse akustisch heraus. (Foto Wasserfledermaus ©dietmar-nill.de)

Fledermäuse hören in 3D

Die Echoortung nutzt für das Erkennen räumlicher Strukturen ähnliche Informationen wie unser Sehsinn. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigen in einer neuen Studie, dass Echos Informationen enthalten, die es den Tieren ermöglichen, verschieden strukturierte Oberflächen voneinander zu unterscheiden. So sticht zum Beispiel eine zappelnde Beute selbst auf einer bewegten Wasseroberfläche für die Fledermäuse akustisch heraus. (Foto Wasserfledermaus ©dietmar-nill.de)
Beim Grillkuckuck sind die Geschlechterrollen vertauscht, nur die Männchen kümmern sich um die Aufzucht der Jungtiere. Trotz des enormen Aufwands während dieser Zeit haben sie jedoch durchaus noch Gelegenheiten zur Fremdvaterschaft, wenn auch deutlich weniger als Männchen, die gerade ‚frei‘ sind und kein Gelege versorgen.

Beim Grillkuckuck beeinträchtigt die Elternschaft das Sexualleben nur wenig

Beim Grillkuckuck sind die Geschlechterrollen vertauscht, nur die Männchen kümmern sich um die Aufzucht der Jungtiere. Trotz des enormen Aufwands während dieser Zeit haben sie jedoch durchaus noch Gelegenheiten zur Fremdvaterschaft, wenn auch deutlich weniger als Männchen, die gerade ‚frei‘ sind und kein Gelege versorgen.
Mutige Kohlmeisen brüten früher, wenn sie sich bedroht fühlen, ängstliche dagegen warten mit der Nachzucht. Diese Charakterunterschiede helfen, für die Population lebenswichtige Variationen zu erhalten, wie Biologen des MPIOs Seewiesen und der LMU zeigen.

Charakterunterschiede machen flexibel

Mutige Kohlmeisen brüten früher, wenn sie sich bedroht fühlen, ängstliche dagegen warten mit der Nachzucht. Diese Charakterunterschiede helfen, für die Population lebenswichtige Variationen zu erhalten, wie Biologen des MPIOs Seewiesen und der LMU zeigen.
Wer gut mit anderen zusammenarbeiten kann, kann auch ohne hochentwickeltes Gehirn gut kommunizieren. Das zeigen zwei neue Studien von Wissenschaftler*innen des MPIs für Ornithologie Seewiesen, des MPIs für Anthropologie in Leipzig und der Universität Osnabrück an Graudrosslingen. Sie haben entdeckt, dass sich diese Vögel bewusst und zielgerichtet untereinander austauschen und ihre Aufmerksamkeit koordinieren, also „teilen“ können. Diese Merkmale hochentwickelter Kommunikation waren bislang nur beim Menschen bekannt. Die Forscher*innen vermuten, dass die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere die Entwicklung der komplexen Kommunikation dieser Vögel befördert haben könnte.

Kooperation fördert Kommunikation

Wer gut mit anderen zusammenarbeiten kann, kann auch ohne hochentwickeltes Gehirn gut kommunizieren. Das zeigen zwei neue Studien von Wissenschaftler*innen des MPIs für Ornithologie Seewiesen, des MPIs für Anthropologie in Leipzig und der Universität Osnabrück an Graudrosslingen. Sie haben entdeckt, dass sich diese Vögel bewusst und zielgerichtet untereinander austauschen und ihre Aufmerksamkeit koordinieren, also „teilen“ können. Diese Merkmale hochentwickelter Kommunikation waren bislang nur beim Menschen bekannt. Die Forscher*innen vermuten, dass die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere die Entwicklung der komplexen Kommunikation dieser Vögel befördert haben könnte.
Die Abteilung Kollektivverhalten veranstaltet vom 26.08- 28.08.2019 die ASAB (Association for the Study of Animal Behaviour) Sommerkonferenz 2019 an der Universität Konstanz.Zur Registrierung und Abstract-Einreichung klicken Sie bitte auf das Bild. Folgen Sie uns auf Twitter (asab2019summer), wo wir die neuesten Ankündigungen und Informationen zur Konferenz veröffentlichen werden.

Willkommen zur ASAB Sommerkonferenz ‘New Frontiers in the Study of Animal Behaviour’ in Konstanz

Die Abteilung Kollektivverhalten veranstaltet vom 26.08- 28.08.2019 die ASAB (Association for the Study of Animal Behaviour) Sommerkonferenz 2019 an der Universität Konstanz.

Zur Registrierung und Abstract-Einreichung klicken Sie bitte auf das Bild.

Folgen Sie uns auf Twitter (asab2019summer), wo wir die neuesten Ankündigungen und Informationen zur Konferenz veröffentlichen werden.
Von Waldspitzmäusen ist bekannt, dass die Schädel- und Gehirngröße saisonal um bis zu 20 Prozent schwankt. In ihrer neuen Studie zeigen Forscher*innen unseres Instituts, dass die Schrumpfung und das erneute Wachstum abhängig sind von den Umweltbedingungen. Bei Tieren, die unter konstanten Temperaturen gehalten wurden, nahm die Schädelgröße nur langsam, aber konstant ab und nicht mehr zu.

Spitzmäuse schrumpfen und wachsen abhängig von den Umweltbedingungen

Von Waldspitzmäusen ist bekannt, dass die Schädel- und Gehirngröße saisonal um bis zu 20 Prozent schwankt. In ihrer neuen Studie zeigen Forscher*innen unseres Instituts, dass die Schrumpfung und das erneute Wachstum abhängig sind von den Umweltbedingungen. Bei Tieren, die unter konstanten Temperaturen gehalten wurden, nahm die Schädelgröße nur langsam, aber konstant ab und nicht mehr zu.
In niederschlagsreichen und in kalten Regionen sind Vögel oft dunkel gefärbt. Forscher um Bart Kempenaers aus Seewiesen bestätigen damit zwei eigentlich widersprüchliche Theorien zur Färbung von Tieren. Das Foto zeigt einen Buschflöter, der ein hell gefärbtes Gefieder hat. Er kommt in den Trockengebieten im Landesinneren Australiens vor. Der nah verwandte Schwarzschopf-Wippflöter hingegen lebt in der regenreichen Küstenzone und hat ein dunkles Gefieder.

Nässe und Kälte begünstigt dunkles Gefieder

In niederschlagsreichen und in kalten Regionen sind Vögel oft dunkel gefärbt. Forscher um Bart Kempenaers aus Seewiesen bestätigen damit zwei eigentlich widersprüchliche Theorien zur Färbung von Tieren. Das Foto zeigt einen Buschflöter, der ein hell gefärbtes Gefieder hat. Er kommt in den Trockengebieten im Landesinneren Australiens vor. Der nah verwandte Schwarzschopf-Wippflöter hingegen lebt in der regenreichen Küstenzone und hat ein dunkles Gefieder.
Vögel haben ein gutes Gedächtnis, aber im Gegensatz zu Säugetieren ist bisher noch kaum etwas darüber bekannt, wie sie Erlerntes während des Schlafes im Gedächtnis festigen. Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und Kolleg*innen haben das nun untersucht und vermuten in ihrer neuen Studie, dass bei Vögeln Erinnerungen in anderer Art und Weise verarbeitet werden als bei Säugetieren.

Vögel speichern Erinnerungen möglicherweise anders ab als Säugetiere

Vögel haben ein gutes Gedächtnis, aber im Gegensatz zu Säugetieren ist bisher noch kaum etwas darüber bekannt, wie sie Erlerntes während des Schlafes im Gedächtnis festigen. Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und Kolleg*innen haben das nun untersucht und vermuten in ihrer neuen Studie, dass bei Vögeln Erinnerungen in anderer Art und Weise verarbeitet werden als bei Säugetieren.
Wissenschaftler des deutsch-russischen Tierbeobachtungssystems Icarus haben in Namibia 30 Individuen zwölf verschiedener Arten mit elektronischen Ohrmarken ausgestattet, darunter Elefanten, verschiedene Antilopen- und Gnu-Arten, sowie Giraffen, Zebras und Geparde. Nachdem Mitte August 2018 russische Kosmonauten die Icarus-Antenne an der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht und mit dem Bordcomputer verbunden haben, soll nun die Testphase für das erdumspannende Beobachtungssystem beginnen.

Schutz der Säugetiere Afrikas durch Beobachtung aus dem All

Wissenschaftler des deutsch-russischen Tierbeobachtungssystems Icarus haben in Namibia 30 Individuen zwölf verschiedener Arten mit elektronischen Ohrmarken ausgestattet, darunter Elefanten, verschiedene Antilopen- und Gnu-Arten, sowie Giraffen, Zebras und Geparde. Nachdem Mitte August 2018 russische Kosmonauten die Icarus-Antenne an der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht und mit dem Bordcomputer verbunden haben, soll nun die Testphase für das erdumspannende Beobachtungssystem beginnen.
Iain Couzin, Direktor der Abteilung Kollektivverhalten und Professor an der Uni Konstanz, wurde in die jährliche Liste der hoch zitierten Forscher 2018 aufgenommen. Die Liste von Clarivate Analytics (vormals Thompson Reuters) zeichnet Forscher aus, deren Zitationsleistung bei Publikationen zu den anerkanntesten und einflussreichsten gehören, die von Kollegen auf der ganzen Welt festgelegt werden. Wir gratulieren!

Iain Couzin gehört zu den Top-Wissenschaftlern 2018

Iain Couzin, Direktor der Abteilung Kollektivverhalten und Professor an der Uni Konstanz, wurde in die jährliche Liste der hoch zitierten Forscher 2018 aufgenommen. Die Liste von Clarivate Analytics (vormals Thompson Reuters) zeichnet Forscher aus, deren Zitationsleistung bei Publikationen zu den anerkanntesten und einflussreichsten gehören, die von Kollegen auf der ganzen Welt festgelegt werden. Wir gratulieren!


Pressemitteilungen

Neues Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie

7. Mai 2019

Für die Max-Planck-Gesellschaft ist die Verhaltensforschung in Zeiten rasanten technologischen Fortschritts ein zukunftsträchtiges Forschungsfeld. Der Standort des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell und Konstanz wird deshalb ein ...

Jagd auf Flughunde schadet auch dem Menschen

7. Mai 2019

Zum Abschluss ihrer sechstägigen Konferenz in Paris haben die Mitgliedsstaaten des Weltbiodiversitätsrates IPBES am 4. Mai den ersten Bericht zum weltweiten Zustand der biologischen Vielfalt und der Leistungen der Ökosysteme verabschiedet. Dem Report ...

Fledermäuse hören in 3D

23. April 2019

Die Echoortung von Fledermäusen verwendet trotz der unterschiedlichen Anatomie von Augen und Ohren Informationen über dreidimensionale Raumstruktur, wie sie auch der Sehsinn verwendet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts ...

Bedrohter Planet

19. April 2019

Der 22. April ist der „Tag der Erde“. Der weltweite Aktionstag soll die Wertschätzung für unseren Planeten stärken und auf Umweltprobleme wie die Klimakrise, das Artensterben und den Plastikmüll aufmerksam machen.

Earth Day 2019: „Wir können Tiere nicht in Schutzgebiete sperren“

18. April 2019

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zeigt mit seinem alljährlichen Bericht „Environment Frontiers“ auf, welche Herausforderungen die natürlichen Lebensgrundlagen auf unserem Planeten künftig maßgeblich mitbestimmen werden. "Ökologische ...

Kooperation fördert Kommunikation

10. April 2019

Wer gut mit anderen zusammenarbeiten kann, kann auch ohne hochentwickeltes Gehirn gut kommunizieren. Das zeigen zwei neue Studien von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Seewiesen, des ...

Institutsseminarreihe in Seewiesen

Die nächste Reihe unserer Institutseminare startet im Herbst 2019.

Multimedia


Icarus – on the move with animals

Icarus – on the move with animals

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The animals of our planet are constantly in motion – some may fly, swim, or migrate thousands of kilometers; others move just a few hundred metres. They all have one thing in common, however: little is known about their journeys. Icarus should change this in the next years. By increasing our knowledge about animal migration, we can learn more about the state of our planet.

Evolution - lohnende Seitensprünge

Evolution - lohnende Seitensprünge

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Die Auswahl des richtigen Partners ist auch bei Blaumeisen von entscheidender Bedeutung. Wer bis zu zehn hungrige Küken satt bekommen muss, braucht gutes Teamwork. Aber muss man deshalb auch in treuer Partnerschaft leben? Und ist das wirklich die beste Strategie für den Fortpflanzungserfolg?

Youtuber "MrWissen2Go" zu Besuch in Seewiesen

Youtuber "MrWissen2Go" zu Besuch in Seewiesen

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Im Rahmen einer Deutschlandreise zum Max-Planck-Tag am 14.9. besuchte Mirko Drotschmann auch das MPI in Seewiesen, um mit Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort interessante Fragen zu diskutieren. Im Gespräch: Manfred Gahr darüber, warum Vögel singen - oder eben nicht.

Karriere und Chancengleichheit am MPIO


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