Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel - und das sogar sehr gerne. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Dass Singvögel mit ihren über 4000 Arten unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen, zeigt nun ein internationales Forscherteam aus Japan, Deutschland, Hongkong, den Vereinigten Staaten und Australien unter der Leitung von Maude Baldwin. In der Fachzeitschrift SCIENCE erklären die Forschenden, seit wann und wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.Foto: Andy Gee, Macaulay Library #304552631

Singvögel mögen es süß

Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel - und das sogar sehr gerne. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Dass Singvögel mit ihren über 4000 Arten unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen, zeigt nun ein internationales Forscherteam aus Japan, Deutschland, Hongkong, den Vereinigten Staaten und Australien unter der Leitung von Maude Baldwin. In der Fachzeitschrift SCIENCE erklären die Forschenden, seit wann und wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.
Foto: Andy Gee, Macaulay Library #304552631

Bekanntlich leben Frauen im Durchschnitt länger als Männer. Auch im restlichen Tierreich gibt es geschlechterspezifische Unterschiede bei der Lebensdauer. Einer Theorie zufolge könnte der Grund hierfür die sexuelle Selektion sein: Das Geschlecht, welches um einen Partner konkurriert, ist einer höheren Sterblichkeit ausgesetzt – in den meisten Fällen das Männchen. Forschende untersuchten nun erstmals die Lebensdauer von Bindenlaufhühnchen. Dies ist eine der wenigen Vogelarten mit „vertauschten“ Geschlechterrollen. Während sich die Männchen um die Brutpflege kümmern, verteidigen Weibchen ihr Revier und werben um Paarungspartner. Tatsächlich leben in diesem Fall die Männchen länger als die Weibchen. Damit liefern die Forschenden einen direkten Hinweis, der den Einfluss der sexuellen Selektion auf die Lebensdauer bekräftigt.

Die Geschlechterrolle hat Einfluss auf die Lebensdauer

Bekanntlich leben Frauen im Durchschnitt länger als Männer. Auch im restlichen Tierreich gibt es geschlechterspezifische Unterschiede bei der Lebensdauer. Einer Theorie zufolge könnte der Grund hierfür die sexuelle Selektion sein: Das Geschlecht, welches um einen Partner konkurriert, ist einer höheren Sterblichkeit ausgesetzt – in den meisten Fällen das Männchen. Forschende untersuchten nun erstmals die Lebensdauer von Bindenlaufhühnchen. Dies ist eine der wenigen Vogelarten mit „vertauschten“ Geschlechterrollen. Während sich die Männchen um die Brutpflege kümmern, verteidigen Weibchen ihr Revier und werben um Paarungspartner. Tatsächlich leben in diesem Fall die Männchen länger als die Weibchen. Damit liefern die Forschenden einen direkten Hinweis, der den Einfluss der sexuellen Selektion auf die Lebensdauer bekräftigt.

Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Neurobiologie suchen wir neue Direktor*innen, da wir unser Forschungsportfolio in Richtung des breiteren Feldes der biologischen Intelligenz erweitern wollen. Max-Planck-Direktor*innen genießen die Freiheit, Grundlagenforschung mit substanzieller, dauerhafter Finanzierung zu betreiben. Das Symposium wird im November oder Dezember 2021 in Martinsried bei München stattfinden. Bitte klicken Sie für weitere Informationen und leiten Sie den Link gerne weiter.

Aufruf zur Bewerbung als Sprecher*in: Forschungs-symposium zum Thema "Biologische Intelligenz"

Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Neurobiologie suchen wir neue Direktor*innen, da wir unser Forschungsportfolio in Richtung des breiteren Feldes der biologischen Intelligenz erweitern wollen.
Max-Planck-Direktor*innen genießen die Freiheit, Grundlagenforschung mit substanzieller, dauerhafter Finanzierung zu betreiben.
Das Symposium wird im November oder Dezember 2021 in Martinsried bei München stattfinden. Bitte klicken Sie für weitere Informationen und leiten Sie den Link gerne weiter.

Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forschungsgruppenleiter Henrik Brumm und Kolleg:innen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.

Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln

Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forschungsgruppenleiter Henrik Brumm und Kolleg:innen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.

Bei Schneeregenpfeifern haben die Weibchen die traditionellen Familienklischees überwunden. Sie verlassen oft die Familie, um mit einem neuen Partner ein Gelege zu beginnen. Die Männchen kümmern sich weiterhin um ihre Jungen, bis diese unabhängig sind. Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen hat nun den Entscheidungsprozess untersucht, der die Dauer der elterlichen Fürsorge durch die Weibchen bestimmt. Sie fanden heraus, dass das Verlassen des Nachwuchses häufig entweder unter schlechten Umweltbedingungen erfolgt, wenn die Küken trotz der Betreuung durch beide Elternteile sterben, oder wenn die Küken auch ohne das Weibchen eine gute Überlebenschance haben.

Weibliche Schneeregenpfeifer sind keine Rabenmütter

Bei Schneeregenpfeifern haben die Weibchen die traditionellen Familienklischees überwunden. Sie verlassen oft die Familie, um mit einem neuen Partner ein Gelege zu beginnen. Die Männchen kümmern sich weiterhin um ihre Jungen, bis diese unabhängig sind. Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen hat nun den Entscheidungsprozess untersucht, der die Dauer der elterlichen Fürsorge durch die Weibchen bestimmt. Sie fanden heraus, dass das Verlassen des Nachwuchses häufig entweder unter schlechten Umweltbedingungen erfolgt, wenn die Küken trotz der Betreuung durch beide Elternteile sterben, oder wenn die Küken auch ohne das Weibchen eine gute Überlebenschance haben.

Bayern fördert den wettbewerbsfähigen Ausbau des Max-Planck-Campus Martinsried zu einem Standort für internationale Spitzenforschung. Unser Institut in Seewiesen wird sich - vorbehaltlich der Zustimmung des Senats - vor diesem Hintergrund mit dem Max-Planck-Institut für Neurobiologie zu einem gemeinsamen neuen Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz zusammenschließen und sich in den nächsten Jahren mit weiteren Abteilungen vergrößern. Der Standort Seewiesen soll dabei als Außenstelle für naturnahe Forschung erhalten bleiben. Der Freistaat Bayern will das Vorhaben, falls der Landtag zustimmt, in den kommenden zehn Jahren mit bis zu 500 Mio. Euro fördern. Ministerpräsident Markus Söder, MdL, und Max-Planck-Präsident Martin Stratmann unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung am 29. April 2021 im Max-Planck-Haus am Hofgarten.

Top-Adresse für Life Sciences-Forschung

Bayern fördert den wettbewerbsfähigen Ausbau des Max-Planck-Campus Martinsried zu einem Standort für internationale Spitzenforschung. Unser Institut in Seewiesen wird sich - vorbehaltlich der Zustimmung des Senats - vor diesem Hintergrund mit dem Max-Planck-Institut für Neurobiologie zu einem gemeinsamen neuen Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz zusammenschließen und sich in den nächsten Jahren mit weiteren Abteilungen vergrößern. Der Standort Seewiesen soll dabei als Außenstelle für naturnahe Forschung erhalten bleiben.
Der Freistaat Bayern will das Vorhaben, falls der Landtag zustimmt, in den kommenden zehn Jahren mit bis zu 500 Mio. Euro fördern. Ministerpräsident Markus Söder, MdL, und Max-Planck-Präsident Martin Stratmann unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung am 29. April 2021 im Max-Planck-Haus am Hofgarten.

Blog-Beitrag von Doktorand Johannes Krietsch im Journal of Animal Ecology über eine 2020 veröffentlichte Studie mit Graubruststrandläufern in Alaska. Die männlichen Tiere fliegen tausende von Kilometern durchs Brutgebiet. Die  Forscher wollten verstehen, ob Windbewegungen die Brutplatzwahl dieses polygynen Küstenvogels opportunistisch mit entscheiden. Für die Visualisierung der Flugbewegungen hat Johannes kürzlich den MoveMap-Wettbewerb der British Ecological Society Movement Ecology Special Interest Group in der Kategorie "nerdy" gewonnen! Lesen Sie die ganze Geschichte in seinem zugehörigen Artikel hinter dem Link.

Wie männliche Graubruststrandläufer nach ihrer nächsten Partnerin suchen

Blog-Beitrag von Doktorand Johannes Krietsch im Journal of Animal Ecology über eine 2020 veröffentlichte Studie mit Graubruststrandläufern in Alaska. Die männlichen Tiere fliegen tausende von Kilometern durchs Brutgebiet. Die  Forscher wollten verstehen, ob Windbewegungen die Brutplatzwahl dieses polygynen Küstenvogels opportunistisch mit entscheiden. Für die Visualisierung der Flugbewegungen hat Johannes kürzlich den MoveMap-Wettbewerb der British Ecological Society Movement Ecology Special Interest Group in der Kategorie "nerdy" gewonnen! Lesen Sie die ganze Geschichte in seinem zugehörigen Artikel hinter dem Link.

Um das Schlagrisiko von Fledermäusen an Windkraftanlagen abzuschätzen, wird die akustische Aktivität der Tiere im Einzugsbereich der Rotorblätter mit Ultraschalldetektoren erfasst. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und Beteiligung des MPIs für Ornithologie kommt in einer aktuellen Analyse zum Schluss, dass bei großen Anlagen ergänzende Ultraschalldetektoren an anderen Stellen der Anlagen anzubringen sind sowie zusätzliche Techniken wie Radar und Wärmebildkameras für das Monitoring entwickelt werden müssen. Die Ergebnisse ihrer Analyse sind in dem Journal Mammal Reviews veröffentlicht:https://doi.org/10.1111/mam.12248

Verbesserung des Fledermausschutzes an Windkraftanlagen

Um das Schlagrisiko von Fledermäusen an Windkraftanlagen abzuschätzen, wird die akustische Aktivität der Tiere im Einzugsbereich der Rotorblätter mit Ultraschalldetektoren erfasst. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und Beteiligung des MPIs für Ornithologie kommt in einer aktuellen Analyse zum Schluss, dass bei großen Anlagen ergänzende Ultraschalldetektoren an anderen Stellen der Anlagen anzubringen sind sowie zusätzliche Techniken wie Radar und Wärmebildkameras für das Monitoring entwickelt werden müssen. Die Ergebnisse ihrer Analyse sind in dem Journal Mammal Reviews veröffentlicht:
https://doi.org/10.1111/mam.12248

Forschungsgruppenleiterin Michaela Hau hat den diesjährigen Howard-Bern-Vortrag bei der Jahrestagung der Society of Integrative and Comparative Biology (SICB) gehalten. Dies ist eine besondere Auszeichnung für Wissenschaftler*innen, die bedeutende Forschungen auf dem Gebiet der vergleichenden Endokrinologie geleistet haben. Michaela Hau wird damit geehrt für ihre Untersuchungen an freilebenden Kohlmeisen, bei denen sie Stresshormone (Kortikosteroide) misst als Reaktion auf Umwelteinflüsse, und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Merkmale wie zum Beispiel den Fortpflanzungserfolg, Stoffwechselrate, Verhalten und Flugleistung. Ihre Forschung hat letztlich das Ziel zu bewerten, wie schnell sich physiologische Systeme evolutiv verändern können.

Auszeichnung für Forschungsgruppenleiterin Michaela Hau

Forschungsgruppenleiterin Michaela Hau hat den diesjährigen Howard-Bern-Vortrag bei der Jahrestagung der Society of Integrative and Comparative Biology (SICB) gehalten. Dies ist eine besondere Auszeichnung für Wissenschaftler*innen, die bedeutende Forschungen auf dem Gebiet der vergleichenden Endokrinologie geleistet haben. Michaela Hau wird damit geehrt für ihre Untersuchungen an freilebenden Kohlmeisen, bei denen sie Stresshormone (Kortikosteroide) misst als Reaktion auf Umwelteinflüsse, und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Merkmale wie zum Beispiel den Fortpflanzungserfolg, Stoffwechselrate, Verhalten und Flugleistung. Ihre Forschung hat letztlich das Ziel zu bewerten, wie schnell sich physiologische Systeme evolutiv verändern können.

Die Gesangsfrequenz eines Vogels hängt vor allem von seiner Körpergröße ab, wird aber auch von der sexuellen Selektion beeinflusst. Arten, bei denen die Männchen größer sind als die Weibchen, singen mit niedrigeren Frequenzen als aufgrund ihrer Größe zu erwarten wäre. So wirken sie noch größer und könnten sich besser gegen andere Männchen behaupten oder für Weibchen attraktiver sein. Die Analyse der Gesänge fast aller Sperlingsvögel der Welt durch Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und Kollegen zeigt, dass der Lebensraum der Tiere hingegen die Gesangsfrequenz nicht beeinflusst, und widerlegt damit eine langjährige Theorie.

Globale Studie über Frequenzen von Vogelgesängen

Die Gesangsfrequenz eines Vogels hängt vor allem von seiner Körpergröße ab, wird aber auch von der sexuellen Selektion beeinflusst. Arten, bei denen die Männchen größer sind als die Weibchen, singen mit niedrigeren Frequenzen als aufgrund ihrer Größe zu erwarten wäre. So wirken sie noch größer und könnten sich besser gegen andere Männchen behaupten oder für Weibchen attraktiver sein. Die Analyse der Gesänge fast aller Sperlingsvögel der Welt durch Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und Kollegen zeigt, dass der Lebensraum der Tiere hingegen die Gesangsfrequenz nicht beeinflusst, und widerlegt damit eine langjährige Theorie.

Raben zeigten bereits im Alter von nur vier Monaten eine vergleichbare kognitive Leistung wie Menschenaffen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Pika, ehemalige Humboldt-Forschungsgruppenleiterin in Seewiesen, nun an der Universität Osnabrück, fand die erste systematisch-quantitativ groß angelegte Untersuchung der physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben statt, die auch die kognitive Entwicklung mit einbezog. So versteckte zum Beispiel Dr. Miriam Sima, die die Raben im Rahmen ihrer Doktorarbeit in Seewiesen aufgezogen hat, Futter unter einem Becher und bewegte diesen zwischen anderen Bechern hin- und her wie bei einem ‚Hütchenspiel‘, tippten auch junge Raben meist mit dem Schnabel auf den richtigen Becher. Die Studienergebnisse zeigten, dass die Raben vor allem Tests zum Verstehen von Mengen und Kausalketten sowie das soziale Lernen und die Kommunikation genauso gut meisterten wie Schimpansen und Orang-Utans.

Clever und smart: Rabenvögel ziehen beim Hütchenspiel mit Menschenaffen gleich

Raben zeigten bereits im Alter von nur vier Monaten eine vergleichbare kognitive Leistung wie Menschenaffen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Pika, ehemalige Humboldt-Forschungsgruppenleiterin in Seewiesen, nun an der Universität Osnabrück, fand die erste systematisch-quantitativ groß angelegte Untersuchung der physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben statt, die auch die kognitive Entwicklung mit einbezog. So versteckte zum Beispiel Dr. Miriam Sima, die die Raben im Rahmen ihrer Doktorarbeit in Seewiesen aufgezogen hat, Futter unter einem Becher und bewegte diesen zwischen anderen Bechern hin- und her wie bei einem ‚Hütchenspiel‘, tippten auch junge Raben meist mit dem Schnabel auf den richtigen Becher. Die Studienergebnisse zeigten, dass die Raben vor allem Tests zum Verstehen von Mengen und Kausalketten sowie das soziale Lernen und die Kommunikation genauso gut meisterten wie Schimpansen und Orang-Utans.

Direktor Bart Kempenaers, Leiter der Abteilung Verhaltensökologie und evolutionäre Genetik, wurde zum Ehrenmitglied der weltweit größten ornithologischen Gesellschaft ernannt. Damit würdigt und feiert die Gesellschaft, so wörtlich, "seine wertvollen Beiträge zur Ornithologie und sein Engagement für die Wissenschaft".

Bart Kempenaers zum Ehrenmitglied der Amerikanischen Ornithologischen Gesellschaft gewählt

Direktor Bart Kempenaers, Leiter der Abteilung Verhaltensökologie und evolutionäre Genetik, wurde zum Ehrenmitglied der weltweit größten ornithologischen Gesellschaft ernannt. Damit würdigt und feiert die Gesellschaft, so wörtlich, "seine wertvollen Beiträge zur Ornithologie und sein Engagement für die Wissenschaft".

Immer mehr künstliche Beleuchtung bei Nacht hat Folgen, insbesondere für nachtaktive Wildtiere, die nicht an solch hohe Lichtverhältnisse angepasst sind. So werden viele Aspekte des Verhaltens wie Futtersuche, Fortpflanzung oder Wanderungen beeinflusst. Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe Akustische und Funktionelle Ökologie zeigen nun in einer neuen Studie, dass künstliches Nachtlicht sich auch auf Nachtfalter fatal auswirken kann. Viele Nachtfalterarten können im Ultraschallbereich hören und machen verschiedene, oft erfolgreiche Ausweichmanöver im Flug, wenn sie eine sich nähernde, jagende Fledermaus wahrnehmen. Obwohl diese Räuber-Beute-Interaktion durch Schall ausgelöst wird, zeigt die Studie, dass ein lichtverschmutzter Nachthimmel das Ausweichflugverhalten von Nachtfaltern unterdrücken kann. Auch wenn gelegentlich letzte verzweifelte Manöver durchgeführt werden, könnte das künstliche Licht letztlich ihr Überleben dadurch stark einschränken.Foto © Christophe - stock.adobe.com

Künstliches Nachtlicht macht Nachtfalter zur leichten Beute für Fledermäuse

Immer mehr künstliche Beleuchtung bei Nacht hat Folgen, insbesondere für nachtaktive Wildtiere, die nicht an solch hohe Lichtverhältnisse angepasst sind. So werden viele Aspekte des Verhaltens wie Futtersuche, Fortpflanzung oder Wanderungen beeinflusst. Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe Akustische und Funktionelle Ökologie zeigen nun in einer neuen Studie, dass künstliches Nachtlicht sich auch auf Nachtfalter fatal auswirken kann. Viele Nachtfalterarten können im Ultraschallbereich hören und machen verschiedene, oft erfolgreiche Ausweichmanöver im Flug, wenn sie eine sich nähernde, jagende Fledermaus wahrnehmen. Obwohl diese Räuber-Beute-Interaktion durch Schall ausgelöst wird, zeigt die Studie, dass ein lichtverschmutzter Nachthimmel das Ausweichflugverhalten von Nachtfaltern unterdrücken kann. Auch wenn gelegentlich letzte verzweifelte Manöver durchgeführt werden, könnte das künstliche Licht letztlich ihr Überleben dadurch stark einschränken.
Foto © Christophe - stock.adobe.com

Sowohl bei Vögeln als auch bei anderen Arten können Paare erhebliche Schwierigkeiten bei der Fortpflanzung haben. Wissenschaftler*innen der Abteilung Verhaltensökologie und Evolutionäre Genetik haben in einer umfangreichen Analyse mit 23.000 Zebrafinkeneiern gezeigt, dass die Unfruchtbarkeit hauptsächlich auf die Männchen zurückzuführen ist, während die hohe Embryonensterblichkeit eher ein Problem der Weibchen ist. Inzucht, das Alter der Eltern und die Bedingungen, unter denen die Küken aufwuchsen, hatten überraschend wenig Einfluss darauf, ob sich Nachwuchs einstellte.Copyright Zeichnung: Yifan Pei

Warum Vögel Fortpflanzungsprobleme haben

Sowohl bei Vögeln als auch bei anderen Arten können Paare erhebliche Schwierigkeiten bei der Fortpflanzung haben. Wissenschaftler*innen der Abteilung Verhaltensökologie und Evolutionäre Genetik haben in einer umfangreichen Analyse mit 23.000 Zebrafinkeneiern gezeigt, dass die Unfruchtbarkeit hauptsächlich auf die Männchen zurückzuführen ist, während die hohe Embryonensterblichkeit eher ein Problem der Weibchen ist. Inzucht, das Alter der Eltern und die Bedingungen, unter denen die Küken aufwuchsen, hatten überraschend wenig Einfluss darauf, ob sich Nachwuchs einstellte.

Copyright Zeichnung: Yifan Pei

Watvögel lieben es nass. Sie suchen in feuchter Erde nach Insekten und anderen Krabbeltieren. Einige Arten wie der mexikanische Schneeregenpfeifer oder der Kampfläufer haben faszinierende Verhaltensweisen herausgebildet. Clemens Küpper und seine Arbeitsgruppe untersuchen in Langzeitstudien das Sozialverhalten dieser Vögel. Um das Thema Artenschutz kommen sie dabei nicht herum, denn wie viele Vogelgruppen gehen auch die Bestände der Watvögel weltweit dramatisch zurück.

Watvögel haben ausgefallene Verhaltensweisen zu bieten, stehen aber auch exemplarisch für den Verlust an Biodiversität

Watvögel lieben es nass. Sie suchen in feuchter Erde nach Insekten und anderen Krabbeltieren. Einige Arten wie der mexikanische Schneeregenpfeifer oder der Kampfläufer haben faszinierende Verhaltensweisen herausgebildet. Clemens Küpper und seine Arbeitsgruppe untersuchen in Langzeitstudien das Sozialverhalten dieser Vögel. Um das Thema Artenschutz kommen sie dabei nicht herum, denn wie viele Vogelgruppen gehen auch die Bestände der Watvögel weltweit dramatisch zurück.

Forschungsgruppenleiterin Daniela Vallentin erforscht in Seewiesen, was sich im Vogelgehirn abspielt, wenn die Tiere ihre Gesänge lernen. Im Interview erklärt sie ihre Forschung an Nachtigallen und warum sie sich diese Vogelart für ihr Projekt ausgesucht hat (bitte auf das Bild klicken).

"Für brauchbare Ergebnisse muss es den Vögeln gutgehen"

Forschungsgruppenleiterin Daniela Vallentin erforscht in Seewiesen, was sich im Vogelgehirn abspielt, wenn die Tiere ihre Gesänge lernen. Im Interview erklärt sie ihre Forschung an Nachtigallen und warum sie sich diese Vogelart für ihr Projekt ausgesucht hat (bitte auf das Bild klicken).

Pressemitteilungen

Singvögel mögen es süß

9. Juli 2021

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Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln

12. Mai 2021

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Top-Adresse für Life Sciences-Forschung

29. April 2021

In den kommenden Jahren werden die Lebenswissenschaften im Fokus des wissenschaftlichen Wettbewerbs stehen – sowohl bei der Gewinnung herausragender Köpfe als auch hinsichtlich entsprechender attraktiver Infrastrukturen. Die Max-Planck-Gesellschaft ...

Weibliche Schneeregenpfeifer sind keine Rabenmütter

8. März 2021

Bei Schneeregenpfeifern haben die Weibchen die traditionellen Familienklischees überwunden. Sie verlassen oft die Familie, um mit einem neuen Partner ein Gelege zu beginnen. Die Männchen kümmern sich weiterhin um ihre Jungen, bis diese unabhängig ...

Institutsseminarreihe in Seewiesen

Die nächste Reihe unserer Institutsseminare startet im Herbst 2021

Multimedia

Feldarbeit in den Alpen mit Mornellregenpfeiffern

Video
Seit 2019 arbeiten Bart Kempenaers und seine Abteilung mit italienischen Ornithologen zusammen, um miniaturisierte Satellitensender an über die Alpen ziehende Mornellregenpfeifern anzubringen, um die Zugrouten und den Zeitplan der Art zu verstehen. Das hier gezeigte Filmmaterial wurde während der Feldarbeit 2019 im August aufgenommen.

Was wir von Singvögeln lernen können

Video
Wir müssen reden? - Wir müssen zuhören! Unter diesem Motto haben Forschungsgruppenleiterin Daniela Vallentin und Postdoc Fabian Heim über ihre Forschung zum Gesangslernen von Zebrafinken einen Vortrag bei Urania Berlin gehalten am 23.3.2021, der auf Youtube nachgeschaut werden kann (#BerlinBrains2021).

Hör mal!

Podcast
Was haben eigentlich Sprache und Musik, akustische Hologramme und Fledermäuse gemeinsam? Den Schall. Eine lange Podcast-Folge über das Phänomen des Hörens, u.a. mit Holger Goerlitz, Forschungsgruppenleiter "Akustische und Funktionelle Ökologie" in Seewiesen.
© detektor.fm

Youtuber "MrWissen2Go" zu Besuch in Seewiesen

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Im Rahmen einer Deutschlandreise zum Max-Planck-Tag am 14.9. besuchte Mirko Drotschmann auch das MPI in Seewiesen, um mit Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort interessante Fragen zu diskutieren. Im Gespräch: Manfred Gahr darüber, warum Vögel singen - oder eben nicht.

Karriere  *  Chancengleichheit  *  Beruf und Famile


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