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Uschi Müller
Uschi Müller
Projektkoordinatorin ICARUS
Telefon: +49 7531 88-4725
Raum: Konstanz

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ICARUS in den Medien

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ICARUS

Icarus

Icarus ist eine internationale Kooperation zur Beobachtung von Tieren aus dem Weltraum (International Cooperation for Animal Research Using Space). In ihr arbeiten Wissenschaftler mit dem Ziel zusammen, ein satellitengestütztes System zur Beobachtung kleiner Tiere wie zum Beispiel Vögel, Fledermäuse oder Wasserschildkröten zu entwickeln.

 

Mit Icarus wollen Wissenschaftler mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden: auf welchen Routen sie wandern und unter welchen Bedingungen sie leben. Diese Erkenntnisse dienen der Verhaltensforschung, dem Artenschutz und der Erforschung der Ausbreitungswege von Infektionskrankheiten bis hin zur Vorhersage von ökologischen Veränderungen und Naturkatastrophen.

Die Forscher rüsten dabei unterschiedliche Tierarten mit Minisendern aus, die ihre Messdaten an eine Empfangsstation im All schicken. Diese übermittelt sie an eine Bodenstation, von dort gelangen sie an die jeweiligen Forscherteams. Die Resultate werden in der für jedermann frei zugänglichen Datenbank MoveBank veröffentlicht.

Icarus-Initiative: Tierbeobachtung aus dem All

Das 2009 von der European Science Foundation im ELIPS Programm der European Space Agency (ESA) als wissenschaftlich exzellent bewertete Projekt, wird seit März 2012 vom DLR Raumfahrtmanagement als nationales Vorhaben im Rahmen des „Nationalen Weltraumprogrammes Raumstation und bemannte Raumfahrt“ gefördert und von der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos mit großem Engagement unterstützt. Parallel zu den Fördermaßnahmen des DLR, finanziert die Max-Planck-Gesellschaft seit Dezember 2013 die Miniaturisierung des ICARUS Funkchips.

Das ICARUS-Experimentalsystem wurde im Februar 2018 auf das russischen Modul der Internationalen Raumstation (ISS) in Kooperation mit der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos gelauncht und wird dort am 15.August im Rahmen eines 6 bis 7-stündigen Spacewalk durch die beiden russischen Kosmonauten Oleg Artemjew und Sergei Prokopjew integriert. Im Anschluss daran folgt eine ca. 2-3 monatige Testphase. Der Start des operationellen wissenschaftlichen Betriebes ist für Angang 2019 geplant.

Wir versprechen uns durch die aus Icarus generierten Daten revolutionäre Erkenntnisse über das Leben, Verhalten und Sterben der Tiere auf unserem Planeten. Die global gesammelten Daten erlauben u.a. Rückschlüsse auf Krankheitsausbreitungen (Zoonosen), Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Katastrophenvorhersage. Die zu erwartenden Forschungsergebnisse sind von unschätzbarer Bedeutung für die Menschheit und letztendlich für unser Leben auf der Erde.

 
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