Telomerdynamik aus der bioenergetisch-endokrinen Perspektive

(DFG gefördertes Projekt)

Die Bedingungen, denen ein Individuum während seiner Entwicklung ausgesetzt ist haben sich als ein wichtiger Faktor für seine Verfassung als Erwachsener herausgestellt. Herausfordernde Bedingungen während der Entwicklung scheinen besonders an den Telomeren Spuren zu hinterlassen. Diese schützenden DNA Stücke an den Enden der Chromosomen verkürzen mit dem Alter, aber auch wenn der Organismus Stress ausgesetzt ist. Die physiologischen Mechanismen wie diese Verkürzung zustande kommt, sowie ihre Konsequenzen für den Organismus sind bisher nur wenig verstanden. Bei Tier und Mensch scheinen hier in allen Lebensabschnitten die Glukokortikoid-Hormone ein wichtiger Faktor zu sein der einen verkürzenden Effekt auf die Telomere hat. Das Ziel meiner Studie ist es herauszufinden, über welche physiologischen Mechanismen Glukokortikoide die Telomerlängen während des Wachstums beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die Überlebenswahrscheinlichkeit hat. Zu diesem Zweck messe ich Telomerlängen im Verhältnis zu Mitochondrienaktivität, Genexpression, oxidativen Stress und Verhalten bei wilden Kohlmeisenküken.

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