Anschrift

Universität Konstanz

Ecology Lab

Eva Maria Malecore

Universitätsstraße 10

78457 Konstanz

Deutschland

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Eva Maria Malecore

Eva Maria Malecore

Eva Maria Malecore

Position:

IMPRS Doktorand/in

Telefonnummer:

  • +49 7531 88-3680

Raum:

Konstanz

Forschungsinteressen

Die phylogenetische Distanz kann als eine Annäherung der ökologischen Ähnlichkeit von Arten verwendet werden. Dabei verhalten sich näher verwandte Arten sich in vergleichbarer Weise. Wie der Erfolg von gebietsfremden Pflanzen in einem neuen Territorium mit ihrer phylogenetischen Distanz zur einheimischen Gemeinschaf verknüpft werden kann, wurde in mehreren Studien behandelt. Ein klares Muster ist bisher aber nicht hervorgetreten. Ich bin daran interessiert, wie die phylogenetische Distanz den Erfolg einer gebietsfremden Pflanze durch verschiedene Aspekte beeinflussen könnte, wie z.B. Konkurrenz, Wechselwirkungen auf verschiedenen trophischen Ebenen und Bestäubung.

Darwin äußerte die Hypothese, dass exotischen Arten, welche enger mit der einheimischen Gemeinschaft verwandt sind, sich mit größerer Wahrscheinlichkeit einbürgern würden, da sie Präadaptationen für die lokale Umwelt teilen. Allerdings beobachtet er das entgegengesetzte Muster und argumentierte, dass dies auf die starke Konkurrenz durch die ansässigen Arten zurückzuführen sei, wegen der hohen Nischenähnlichkeit.

Gebietsfremde Pflanzen, welche näher zu der einheimischen Gemeinschaft verwandt sind, könnten mehr Pflanzenfresser anlocken, auf der anderen Seite aber auch mehr Räuber und Mutualisten. Der Erfolg eines Neophyten im neuen Territorium würde damit von der Stärke der einzelnen Interaktionen abhängen.

Ein weiterer Aspekt auf den sich die phylogenetische Distanz beziehen kann, ist heterospezifische Bestäubung: die Fruchtbildung einer durch eine Mischung aus homospezifischen und heterospezifischen Pollen bestäubte Pflanze kann, je nach Verwandtschaftsgrad der anderen Spezies, negativ beeinflusst werden. So könnten gebietsfremden Pflanzen sowohl negativ auf die einheimische Gemeinschaft einwirken, als auch von der einheimischen Gemeinschaft gehemmt werden, abhängig von den Stärken der Effekte.

Ich befasse mich mit diesen Hypothesen, indem ich mich auf Rasengesellschaften konzentriere und sowohl bestehender Datensätze analysiere, als auch Experimente im Freiland durchführe.

Vita

  • Oktober 2014 – voraussichtlich Oktober 2017: Doktorandin, Universität Konstanz, Deutschland
  • Oktober 2011 - Juli 2014: Masterabschluss in der Biologie, “Effectiveness of clearing operations in Ndumo Game Reserve”, Universität Konstanz, Deutschland (in Zusammenarbeit mit der University of KwaZulu Natal, Pietermaritzburg, Süd Afrika)
  • Oktober 2008 - Juni 2011: Bachelorabschluss in der Biologie, “Confocal microscopy and image analysis”, Universität Konstanz, Deutschland

Organisationseinheit (Abteilung, Gruppe, Einrichtung):

  • Universität Konstanz
 
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