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Leonie Baier

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82319 Seewiesen

Deutschland

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Leonie Baier

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IMPRS Doktorand/in

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Seewiesen

Forschungsinteressen

Wie werden räumliche und zeitliche Frequenzen im Echoortungssystem der Fledermäuse kodiert?
Unser Sehsinn besitzt ein räumlich angeordnetes Sinnesepithel, die Retina. Die räumliche Anordnung unserer Umgebung kann direkt ins visuelle System übertragen werden. Das Sinnesorgan im Hörsystem jedoch, die Cochlea, ist tonotopisch organisiert, d.h. nach Frequenzen geordnet. Tiere, die mit Echoortung navigieren, können natürlich jede Menge Informationen über ein angepeiltes Objekt aus den Echos erhalten. Aber es gibt eben keine 1:1 Beziehung zwischen den akustischen Eigenschaften des Echos und der räumlichen Gestaltung der Umgebung. Fledermäuse müssen die spektralen (Frequenzgehalt) und temporalen Signale im Echo nutzen um sich ein "Bild" ihrer Umgebung zu verschaffen. Viele Fledermausarten jagen über Gewässern, obwohl eine gekräuselte Wasseroberfläche störende Hintergrundechos produziert und damit die Beutedetektion erschwert.
In meinem Projekt gehe ich der Frage nach, wie echoortende Fledermäuse die physikalischen Eigenschaften von Wellen zur Beutedetektion nutzen, insbesondere deren räumliche und zeitliche Frequenz. Insbesondere bin ich daran interessiert, ob die Fledermäuse einen Mechanismus zur Figur-Grund-Wahrnehmung nutzen, der dem des visuellen Systems entspricht.
In diesem Vorhaben werde ich mit zwei Fledermausarten arbeiten, zum einen die in Europa beheimatete Wasserfledermaus, Myotis daubentoni, zum anderen eine neotropische Art mit ähnlichen Echoortungsrufen, Phyllostomus discolor.
Meine Betreuer bei dieser Arbeit sind Prof. Dr. Lutz Wiegrebe an der Ludwig-Maximilians-Universität und Dr. Holger Görlitz am MPIO in Seewiesen.

Vita

2006-2013 Technische Assistentin in der AG Sinnesökologie, MPI für Ornithologie, Seewiesen
2006 Diplom in Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Diplomarbeit: Absolute hearing thresholds in the lesser spear-nosed bat, Phyllostomus discolor.

Organisationseinheit (Abteilung, Gruppe, Einrichtung):

  • Forschungsgruppe Goerlitz
  • MPI für Ornithologie Seewiesen

Sonderfunktion:

  • Ersthelfer/in
 
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