Leiterin der Forschungsgruppe

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Dr. Simone Pika

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Ansprechpartner

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Monika Krug

Team-Assistentin

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Mehr Informationen über Gestische Kommunikation

 

Humboldt Forschungsgruppe
Vergleichende Gestische Kommunikation

Diese unabhängige Forschungsgruppe wird durch einen Sofja-Kovalevskaja-Preis der Humboldt Stiftung finanziert, mit dem Simone Pika im November 2010 ausgezeichnet wurde.

 

Humboldt Forschungsgruppe „Entwicklung von Kommunikation“

Bevor menschliche Kinder erste Worte produzieren, verwenden sie eine große Anzahl von Gesten, wie Zeigen, Geben und Offerieren, um mit ihrer Umwelt in kommunikative Interaktionen zu treten, Objekte zu erlangen, und das Denken und Handeln anderer zu beeinflussen.

Dieses vorsprachliche Zeitfenster stellt einen essentiellen Meilenstein in der kommunikativen Entwicklung des Menschen dar und symbolisiert den ersten Schritt in das kollektive Unterfangen von menschlicher Kognition. Ein tiefgehendes Verständnis dieser kommunikativen Entwicklungsphase ermöglicht es somit, essentielle Einblicke in das kommunikative Verständnis und die kognitiven Prozesse von Kindern zu erlangen, die diese noch nicht durch gesprochene Sprache vermitteln können.

Da Kinder irgendwann zu erwachsenen Individuen heranwachsen, die der gesprochenen Sprache UND der Gestik mächtig sind, besteht hier die Möglichkeit, die Entwicklung menschlicher Kommunikation von der ersten Geste bis zur eloquenten Verwendung von gesprochener Sprache im Detail zu erforschen.

  • Aber wie entwickeln sich vorsprachliche Signale?
  • Welche Lernmechanismen liegen zugrunde?
  • Welchen Einfluss haben Bindungspartner in Bezug auf Erwerb und Verwendung?
  • Wie hat sich gestische Kommunikation phylogenetisch entwickelt?

Um diese Fragen zu beantworten, untersucht die Humboldt Forschungsgruppe die Entwicklung von Kommunikation und die zugrundeliegenden kognitiven Mechanismen in drei Modelgruppen:

(1) Kinder verschiedener menschlicher Kulturen;

(2) genetisch sehr nah verwandte Arten (Menschen, Menschenaffen); und

(3) Arten, die in vergleichbar komplexen Sozialsystemen leben (Menschen, Menschenaffen und Rabenvögel).

 
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