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Maude Baldwin, Ph.D
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Diana Werner
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Evolution Sensorischer Systeme

Sinnesorgane sind entstanden und entwickeln sich weiter damit Organismen ihre überlebenswichtigen Umweltreize erkennen können. Arten aus unterschiedlichen ökologischen Nischen ernähren sich von teilweise ähnlichen Nahrungsquellen. So stehen ihnen eine Vielzahl an chemosensorischen Rezeptoren, wie Geschmacksrezeptoren, Pheromonrezeptoren und olfaktorischen Rezeptoren zur Verfügung, welche je nach Spezies in ihrer Zahl oder Funktion variieren können. Diese Varianten können ökologische Nischen widerspiegeln in denen die Arten leben und werden ebenfalls durch arteigene Evolutionswege geprägt.

Bei den Vögeln ist der entsprechende Rezeptor für Süßes, der bei Säugetieren weitestgehend vorhanden ist, verloren gegangen. Kolibris haben ihre Kohlenhydratgeschmackswahrnehmung über einen wiederverwendeten Rezeptor für Herzhaftes (Umami) umgestellt. Wie andere nektar- und fruchtfressende Vögel Zucker erkennen bleibt unbekannt. In unserer Forschungsgruppe untersuchen wir die Mechanismen der Kohlenhydratgeschmackswahrnehmung, die Ursachen und Konsequenzen der Sinneswahrnehmungsveränderungen und den Grad der konvergenten Evolution. Wir verwenden einen integrativen Ansatz, der molekulare Methoden und Zellkulturtechniken mit Verhaltensstudien kombiniert. Darüber hinaus werden wir neue Methoden entwickeln, um die Funktion und Entwicklung des Geschmacksystems bei Vögeln und desweiteren bei Wirbeltieren zu untersuchen sowie die Auswirkungen von Diätverschiebungen auf organismischer und physiologischer Ebene zu analysieren.

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