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Beutedetektion und Nahrungssuche Fledermäuse benutzen zur Beutejagd beinahe ausschließlich ihren Hörsinn. Passiv akustisch orientieren sich beispielsweise Große Mausohren (Myotis myotis), d.h. sie lauschen auf Raschelgeräusche, welche die Beute selbst verursacht. Aktiv akustische Jäger finden ihre Beute mit Hilfe der Echos ihrer Ultraschallrufe, zu dieser Gruppe zählen beispielweise die Fransenfledermaus (Myotis nattereri) oder die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum).
Echoortung und Kommunikation Das Echoortungssystem der Fledermäuse hat sich hauptsächlich zum Zwecke der Orientierung und Nahrungssuche entwickelt. Ein Ziel unserer Forschung ist herauszufinden, wie wichtig die Echoortung für die Kommunikation ist. Desweiteren untersuchen wir die Rufe von Spitzmäusen und ihre mögliche Rolle für die Kommunikation.
Orientierung und Habitaterkennung Was ist die wichtigste Ressource allen Lebens? Wasser. Wie also finden Tiere Wasser? Für die meisten Tiere würde man annehmen, über ihren Seh- oder Geruchssinn. Fledermäuse besitzen aber noch einen "sechsten Sinn": die Echoortung. Spitzmäuse stoßen ebenfalls hochfrequente Laute aus wenn sie ein neues Gebiet erkunden. Haben diese kleinen bodenbewohnenden Säugetiere ebenfalls Echoortung entwickelt, um sich Informationen über ihre Umgebung zu verschaffen, die ihnen weder Auge noch Tasthaar vermitteln können?
Lernen und Kognition Angesichts ihres Nutzens erscheinen die Kosten, die ein Organismus in höhere Hirnfunktionen wie Lernen und Gedächtnis investiert gerechtfertigt: für ein langlebiges und mobiles Tier wie eine Fledermaus ist die Fähigkeit sich an passende Quartiere und ergiebige Jagdgründe zu erinnern von großem Vorteil. Aber auch kurzlebige Tiere können Strategien zur Nahrungssuche entwickelt haben, die ein gewisses Lernvermögen voraussetzen. Kognitive Fähigkeiten stehen offenbar unter starkem Selektionsdruck.
Ökophysiologie und Energetik Nischenaufteilung geschieht nicht nur auf Grund von sensorischen sondern auch von anderen physiologischen Anpassungen von Tieren. Genaue Kenntnis der physiologischen Hintergründe erleichtert auch das Verständnis von Verhalten und Ökologie.
