Bruno-Markus Schuller

Doktorand

Telefon: +49 8157 932-378
Fax: +49 8157 932-344

E-mail: schuller@​orn.mpg.de

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Stefan Greif

Doktorand

Telefon: +49 8157 932-376
Fax: +49 8157 932-344

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Tess Driessens

ehem. Studentin

E-mail: tdriessens@​orn.mpg.de

Originalveröffentlichungen

Christian C. Voigt, Bruno-Markus Schuller, Stefan Greif, Björn M. Siemers
Perch-hunting in insectivorous Rhinolophus bats is related to high energy costs of manoeuvring flights
Journal of Comparative Physiology B, 180: 1079-1088 (2010)
Tess Driessens, Björn M. Siemers
Cave-dwelling bats do not avoid TMT and 2-PT - components of predator odour that induce fear in other small mammals
Journal of Experimental Biology 213, 2453-2460 (2010)
Christian C. Voigt, Leonie Baier, John R. Speakman, Björn M. Siemers
Stable carbon isotopes in exhaled breath as tracers for dietary information in birds and mammals
Journal of Experimental Biology, 211: 2233-2238 (2008)

 

Ökophysiologie und Energetik

Ökophysiologie und Energetik

Nischenaufteilung geschieht nicht nur auf Grund von sensorischen sondern auch von anderen physiologischen Anpassungen von Tieren. Genaue Kenntnis der physiologischen Hintergründe erleichtert auch das Verständnis von Verhalten und Ökologie.

Fledermäuse der gemäßigten Zonen gehen in Winterschlaf um saisonale Nahrungsknappheit zu überstehen und können tagsüber in Torpor (Kältestarre) fallen um Energie zu sparen. Außerdem nutzen sie eine sehr energieaufwändige Fortbewegungsweise, das aktive Fliegen (im Gegensatz zum Gleitflug anderer Säugetiere) (Voigt et al. 2010). All dies macht sie zu einem besonders interessanten Modelsystem um Stoffwechselvorgänge und Energetik zu untersuchen.

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Diese Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) demonstriert ihre kräftigen Kiefer am Beißkraftmesser.

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Die Beißkraft eines Tieres beeinflusst natürlich das Beutespektrum eines Tieres erheblich. Um die Rolle von relativer Beißkraft (d.h. Beißkraft im Verhältnis zu Körpergröße) bei der Nischenaufteilung zu untersuchen, haben wir Daten von 14 europäischen Fledermausarten am Beißkraftmesser gesammelt.

Alle Beutetiere müssen ihre Fressfeinde erkennen und meiden um zu überleben. In einem Verhaltensexperiment haben wir die Reaktion von Großen Mausohren (Myotis myotis) auf zwei synthetisch hergestellte Duftkomponenten (Fuchskot und Marder) sowie den natürlichen Duft des Mauswiesels (Mustela nivalis) getestet. Die Fledermäuse zeigten weder Angst- noch Vermeidungsverhalten, daher muss davon ausgegangen werden, dass während der Evolution die Entwicklung von olfaktorischer, also geruchsbasierter, Fressfeinderkennung unterbunden wurde, wahrscheinlich aus ökologischen Gründen (Driessens & Siemers 2010).

Jeder Organismus reichert aus der Nahrung stabile Isotopen (Atomvarianten, die sich nur in der Zahl der Neutrone in ihrem Kern unterscheiden) in seinem Gewebe an oder scheidet sie über Exkremente und Atem aus. Dies kann man sich zunutze machen um das Nahrungsspektrum eines Tieres zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Dr. Christian Voigt vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung haben wir die stabilen CO2- Isotopen im Atem von Großen Mausohren (Myotis myotis) gemessen. Die Tiere waren entweder hungrig oder gerade gefüttert worden. Aus dem Vergleich dieser Werte konnten wir die Rate berechnen, mit der das Isotop vom Stoffwechsel verarbeitet wird (Voigt et al. 2008).

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