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Daniela Schmieder

Doktorandin

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Sara Troxell

Studentin

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Adriana Dorado Correa

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Dr. Klemen Koselj

Post Doc

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Dr. Andrea Schaub

ehem. Post Doc an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen

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Hochgeschwindigkeitsvideo eines Beutefangs der Fransenfledermaus (Myotis nattereri). Der Mehlwurm wurde auf Knopfdruck von der Futtermaschine an einem Nylonfaden herabgelassen, die Fledermaus hat ihn im Vorbeifliegen lokalisiert, kehrt nun um und fängt ihn in ihrer Schwanzflughaut.

Originalveröffentlichungen

Björn M. Siemers, Andrea Schaub
Hunting at the highway: traffic noise reduces foraging efficiency in acoustic predators
Proceedings of the Royal Society B, doi: 10.1098/rspb.2010.2262, in press
Björn M. Siemers, Hans-Ulrich Schnitzler
Natterer’s bat (Myotis nattereri Kuhl, 1818) hawks for prey close to vegetation using echolocation signals of very broad bandwidth
Behavioral Ecology and Sociobiology 47: 400-412 (2000)
Daniela Schmieder, Tigga Kingston, Rosli Hashim, Björn M. Siemers
Breaking the trade-off: rainforest bats maximise bandwidth and repetition rate of echolocation calls as they approach prey
Biology Letters, 6: 604-609 (2010)

 

Beutedetektion und Nahrungssuche

Beutedetektion und Nahrungssuche

Fledermäuse benutzen zur Beutejagd beinahe aussschließlich ihren Hörsinn. Passiv akustisch orientieren sich beispielsweise Große Mausohren (Myotis myotis), d.h. sie lauschen auf Raschelgeräusche, welche die Beute selbst verursacht. Aktiv akustische Jäger finden ihre Beute mit Hilfe der Echos ihrer Ultraschallrufe, zu dieser Gruppe zählen beispielweise die Fransenfledermaus (Myotis nattereri) oder die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum).
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Fransenfledermäuse (Myotis nattereri) jagen häufig in Kuhställen. In diesem Experiment simulieren Lautsprecher an der Decke (rot) surrende Fliegen.

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Ein Problem, dem sich beide Gruppen stellen müssen, ist die akustische Maskierung der Beute, sei es durch Lärm natürlichen oder artifiziellen Ursprungs (Flussrauschen bzw. Verkehrslärm) oder durch Störechos des Hintergrundsubstrats.

Die Auswirkungen von Autobahnlärm auf das Jagdverhalten des Großen Mausohrs (Myotis myotis) untersuchten wir mit einem Laborexperiment. Die Tiere hatten gelernt, unter mehreren Futterplattformen diejenige gefüllte herauszufinden, aus der das Rascheln eines Insekts auf Laub abgespielt wurde. Unter Testbedingungen wurde während der Futtersuche Verkehrslärm verschiedener Lautstärken abgespielt. Mit steigender Lautstärke, d.h. steigender Nähe zur simulierten Autobahn, sank die Jagdeffizienz der Fledermäuse erheblich (Siemers & Schaub 2011).

Fransenfledermäuse (Myotis nattereri) sind dank ihrer speziell breitbandigen Echoortungslaute wahre Echoortungskünstler. Sie erkennen selbst Beute die sich wenige Zentimeter vor einem Hintergrund dichter Vegetation befindet (Siemers & Schnitzler 2000). Vertreter der nicht-europäischen Fledermausfamilien Kerivoulinae und Murininae zeigten in Experimenten ähnliche Leistungen (Schmieder et al. 2010).

Hufeisennasen (Rhinolophidae) haben eine andere Strategie entwickelt, um Beute nahe der Vegetation zu finden. Ihre Echoortungsrufe sind konstant-frequent, sobald sie jedoch auf die schwirrenden Flügel eines Insektes treffen, erhält das Echo sogenannte "Glanzlichter", Frequenzmodulationen, die die Fledermaus wahrnehmen kann.

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